Sie sind hier: Startseite

Herzlich willkommen bei der Arbeitsgruppe für nachhaltiges Energie- und Stoffstrommanagement!

Eine nachhaltige Gesellschaftsordnung entsteht durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Strategien. Technische Lösungen wie Elektroautos und erneuerbare Energieträger gehören genauso dazu wie ökonomische Instrumente (Steuern und Subventionen), Vorschriften und Standards sowie neue soziale Normen. Unser Forschungsgebiet beinhaltet die Ermittlung des maximalen Emissionseinsparpotenzials einzelner Strategien, die Abschätzung der Auswirkungen der verschiedenen Strategien auf Mensch, Industrie und Natur sowie das Studium der Wechselwirkungen zwischen einzelnen Strategien mittels Umweltsystemanalyse. Der Fokus liegt dabei auf industriellen Prozessen und Materialien, insbesondere auf Metallen, deren Herstellung ungefähr ein Drittel aller industriellen Treibhausgasemissionen ausmacht.

Leiter der Gruppe ist Stefan Pauliuk, Juniorprofessor für nachhaltiges Energie- und Stoffstrommanagement an der Uni Freiburg. Mehr allgemeine Infos auf diesen Seiten; für Neuigkeiten, Blogeinträge und Daten verweisen wir auf unser Forschungsportal.

 Titelbild.png

Unser Forschungsgebiet:

Unser Arbeitsgebiet ist die Umweltsystemanalyse, also die Modellierung der stofflichen und energetischen Grundlage der Gesellschaft mit Hinblick auf deren nachhaltige Entwicklung. In der englischsprachigen Welt ist das Gebiet als Industrial Ecology etabliert. Unsere Forschung beinhaltet die Abschätzung des Emissionseinsparpotentials und der Langzeitfolgen von neuen Produkten, Technologien und Materialeffizienzstrategien im Transport-, Gebäude, und Industriesektor sowie die Weiterentwicklung der dazu nötigen Methoden.

Die Ergebnisse unserer Forschung sind für alle interessant, die sich für das Problemfeld ‚nachhaltige Entwicklung‘ auf der Systemebene, also jenseits der Ebene einzelner Produkte oder Konsumentscheidungen, interessieren. Unsere Zielgruppen sind politische Entscheidungsträger, Nichtregierungsorganisationen, Industrieverbände, alle interessieren Bürger und Betriebe und natürlich die wissenschaftliche Community.

Wir betreuen Doktor-, Master- und Bachelorarbeiten und tragen zum Lehrangebot der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen bei.

Unsere Forschungsmethode:

Wir entwickeln Computermodelle industrieller Systeme wie z.B. der Stahlindustrie, um die globalen Auswirkungen spezifischer Strategien zur nachhaltigen Entwicklung wie Energie- und Materialeffizienz in einzelnen Produkten und Prozessen über mehrere Jahrzehnte in die Zukunft hinein abzuschätzen. Mit diesen Modellen erstellen wir Szenarien für zukünftige Materialkreisläufe und deren Energiebedarf, und schätzen so den möglichen Beitrag einzelner Industriesektoren zum Erreichen globaler und regionaler Klimaziele ab. Unsere Modelle kombinieren die etablierten Methoden Stoffstromanalyse, Ökobilanz und Input-Output-Analyse, um neue Fragestellungen zu erschließen.

Details über unsere Arbeit finden Sie auf der Seite zur Forschung und in den einzelnen Publikationen.

Unsere Community:

Wir sind Teil des Fachgebiets Industriesystemanalyse, oder Industrial Ecology. Dieser interdisziplinäre Zweig der Nachhaltigkeitswissenschaften wurde in den 90er Jahren entwickelt, um robuste Antworten auf die zunehmend komplexen Fragestellungen zu erneuerbarer Energie, Ressourcenknappheit, Energie- und Materialeffizienz, globale Versorgungsketten und nachhaltiger Konsum zu liefern. Zentrales Merkmal des Fachgebiets ist die Systemanalyse, vertreten vor allem durch die Methoden Stoffstromanalyse (material flow analysis, MFA), Ökobilanz (life cycle assessment, LCA), und multiregionale Input-Output-Modellierung (MRIO).

Forscher der Gruppe sind in der International Society for Industrial Ecology (ISIE) und im Netzwerk Industrial Ecology aktiv.